30 Partien, keine Niederlage — und ein Band von ± 170
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Projektmessung, nicht im Register. Die Zahlen stammen aus einer Partiendatei, die der Betreiber direkt übergeben hat — nicht aus der Datenlieferung des Orakels und nicht aus einer registrierten Messung.
Coherent 0.1.92 hat gegen den Vorgänger 30 Partien gespielt, bei 40 Zügen in 120 Sekunden plus 1 Sekunde je Zug. Das Ergebnis: 24 Siege, 6 Remis, keine Niederlage — 27 von 30 Punkten, 90 %.
Zwei Dinge daran sind bemerkenswert sauber. Die Punkte verteilen sich exakt gleich auf die Farben: 12 Siege und 3 Remis als Weiß, ebenso als Schwarz. Und keine Partie ging über die Zeit verloren; sie enden durch Matt (24), Zugwiederholung (4), fehlendes Mattmaterial (1) und die 50-Züge-Regel (1).
Was die Zahl ist
Aus 90 % Punktrate folgt ein Elo Stärkeabstand zum Gegner, aus den Partien geschätzt, mit 95-Prozent-Halbbreite, wo das Orakel eine berichtet hat. Nie eine absolute Wertung.-Abstand von +382. Das 95-%-Intervall reicht von +274 bis +614; die Halbbreite beträgt rund ± 170.
Zum Vergleich: Die externe Verankerung der Nachbarfassung 0.1.91 gegen dieselbe Vorgängerfassung ergab aus 720 Partien +279 ± 34 — die Zahlen dazu stehen hier. Das Band ist hier nicht aus Nachlässigkeit fünfmal so breit, sondern weil 30 Partien eben 30 Partien sind. Bei 90 % kommt hinzu, dass eine einzelne Partie nur noch gut ein Drittel der Information einer ausgeglichenen Partie trägt.
Was die Zahl nicht ist
Das Intervall ist eher zu schmal als zu breit. Es setzt voraus, dass die 30 Partien voneinander unabhängig sind. Sie sind es nicht: Im ganzen Turnier kommen genau zwei Eröffnungsstellungen vor, Giuoco Piano und Damenindisch, je 15-mal. Alle 30 Zugfolgen unterscheiden sich zwar — die Engines spielen nicht deterministisch —, aber 15 Anläufe auf dieselbe Stellung sind nicht dasselbe wie 15 verschiedene Stellungen.
Farbe und Eröffnung sind vermischt. 0.1.92 hatte im Giuoco Piano immer Schwarz und im Damenindisch immer Weiß; Farbtauschpaare auf derselben Stellung gibt es nicht. Dass beide Hälften genau 90 % ergeben, spricht dagegen, dass eine Eröffnung das Ergebnis trägt — ausgeschlossen ist es aus diesen Partien nicht, und ein Aufbau, der es ausschließt, kostet nur das Tauschen der Farben.
Es ist Selbstspiel. Der Gegner ist eine eigene ältere Fassung, keine fremde Engine mit veröffentlichter Wertung. Selbstspiel misst zuverlässig, ob eine Fassung die vorige schlägt, und überschätzt regelmäßig, was davon im Feld ankommt: Für die beiden Netze zwischen 0.1.62 und 0.1.91 sah das Selbstspiel +359 und +320, die fremden Anker danach +279.
Die Partiendatei nennt den Gegner nicht. Sie führt ihn als „Coherent" ohne Fassungsnummer; dass es 0.1.62 ist, steht im Dateinamen und sonst nirgends. Für eine Zahl, die später jemand zitiert, ist das zu wenig — die Fassung gehört in die Partien, nicht in den Dateinamen.
Was bleibt
30 Partien ohne Niederlage sind ein gutes Zeichen und keine Messung. Die Kopfzeile dieser Website steht weiterhin bei 0.1.62 mit 2608 ± 56, und was 0.1.92 im Feld wert ist, sagt erst eine Verankerung gegen fremde Gegner.