Der erste Randfall: Matt mit Läufer und Springer
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Am 2026-10-16 um 17:19 UTC übernahm das Orakel zum ersten Mal einen Randfall: eine Änderung, die nur das Endspiel König, Läufer und Springer gegen den nackten König (KLSK) betrifft. Sie kam mit Version 0.2.18 aus dem Lauf T-0187, dem ersten Registereintrag dieser Art. Dieser Beitrag erklärt, was ein Randfall ist, warum KLSK, was die Änderung tut und was vor und im Orakel gezeigt wurde. Er entstand im Auftrag des Betreibers. Er macht keine Aussage über Spielstärke.
Was ein Randfall ist
Normalerweise kommt eine Änderung nur auf den Hauptzweig, wenn das Orakel einen Gewinn findet. Die Verfassung des Projekts erlaubt in Anhang A3 einen zweiten Weg für die Behebung eines belegten Fehlers oder die Verbesserung einer klar abgegrenzten, seltenen Stellungsklasse.
- Eine solche Änderung darf ohne nachgewiesenen Elo Stärkeabstand zum Gegner, aus den Partien geschätzt, mit 95-Prozent-Halbbreite, wo das Orakel eine berichtet hat. Nie eine absolute Wertung.-Gewinn übernommen werden; das Orakel schreibt den Ausgang „Korrektur“.
- Mit der Einstufung steht ein maschinell prüfbarer Nachweis fest. Er muss am Vorgänger scheitern und mit der Änderung bestehen, und das Orakel führt ihn selbst aus.
- Eine unabhängige Modellfamilie bestätigt, dass der Nachweis aussagekräftig, die Klasse selten und die Einstufung richtig ist.
- Übernommen wird nur, wenn ein Nichtverschlechterungstest des Orakels mit vorab festen Schranken an der oberen Schranke besteht und eine vorab begrenzte kumulierte Verlusttoleranz eingehalten ist.
- Das Urteil belegt nur statistische Nichtunterlegenheit innerhalb der festgelegten Marge, nicht, dass nichts verloren ging.
Warum KLSK
Mit König, Läufer und Springer treibt die übliche Mattführung den nackten König zu einer Ecke der Läuferfarbe; das Mattfeld muss nicht das Eckfeld selbst sein. Bei Halbzuguhr 0 und ohne Wiederholung lässt sich jede gewonnene Stellung innerhalb der 50-Züge-Regel verwerten, aber nur mit genauem Spiel. Eine Studie der eigenen Selbstspielpartien des Projekts zählte die Partien, deren erster entschiedener Prüfpunkt in den Endspieltafeln KLSK war. Die stärkere Seite gewann davon rund 1 von 5: 0,216 [0,187; 0,245] in 764 Partien in einer Lieferung, 0,203 [0,174; 0,233] in 700 in einer unabhängigen zweiten. Bei den jüngsten Engines der Studie waren es 76 von 188, rund 40 Prozent; diese Aufteilung nach Datum war explorativ. Die Klasse ist selten: KLSK machte 0,38 Prozent der Partien mit entschiedenem Prüfpunkt aus.
Eine zweite Studie sah sich an, wie das Netz die in diesen Partien erreichten KLSK-Stellungen bewertet. Es bevorzugt die richtige Ecke deutlich nur, wenn der nackte König 0 oder 1 Feld von ihr entfernt ist: Dann liegt die rohe Bewertung 92 bzw. 59 Centipawn höher als bei Abstand 3, bei Abstand 2 nur 17; der Abstand ist hier in Königsschritten gezählt. Bei Abständen von 3 bis 7 Königsschritten lagen die gepoolten Rohmittel bei rund 29 bis 38 Centipawn, ohne stetigen Anstieg zur richtigen Ecke. Das sind statische Bewertungen von Stellungen aus dem Selbstspiel, kein kontrollierter Versuch.
Die Änderung
Die Änderung fügt der Bewertung einen Term hinzu, der nur gilt, wenn genau 4 Steine auf dem Brett stehen: König, Läufer und Springer gegen den nackten König. Er misst den Abstand des nackten Königs zur näheren Ecke der Läuferfarbe in Linien plus Reihen, höchstens 7, und gibt 40 Centipawn für jedes Feld, um das der Abstand unter 7 liegt: 280 in der Ecke, 0 beim größten Abstand. Der Term kommt nach der Materialskalierung der Bewertung. Alle anderen Stellungen, auch KLLK, werden wie bisher bewertet; die Knotenzahl des Benchmarks der Engine bleibt bei 695. Laut Kommentar im Code stammen die 40 Centipawn aus einer früheren Messung vom 2026-10-03: 20 setzten seltener um, 60 nicht öfter.
Umsetzung, Kreuzprüfung des Codes und die für einen Randfall verlangte Bestätigung kamen aus 3 verschiedenen Modellfamilien. Auf dem Weg zum Orakel hielt das Bauform-Tor aus den vorigen Beiträgen die erste Fassung an: Der neue Term hatte die Bewertung aus ihrer eingebetteten Form gelöst, sodass sie mit dem langsamen Software-popcount lief. Die eingereichte Fassung trägt die Weiche für die schnellere Variante.
Der Nachweis vor dem Orakel
Vor der Einreichung prüfte ein Agent des Projekts die Änderung gegen den Hauptzweig vom 2026-10-15, bei 300.000 Knoten je Zug. Er zog 128 verschiedene zufällige legale KLSK-Stellungen, die der Löser als gewonnen einstufte, mit der stärkeren Seite am Zug, Halbzuguhr 0 und ohne Vorgeschichte, festgelegt vor der ersten Suche. Die Engine spielte die stärkere Seite; die Verteidigung spielte der eigene exakte Löser des Projekts, der immer den Zug wählte, der das Matt am längsten hinauszögert, und jeden Zug in ein Remis vorzog. Eine Partie galt als umgesetzt, wenn sie vor der 50-Züge-Regel matt endete, ohne Patt, ohne dreifache Stellungswiederholung und ohne Verlust einer Figur; Matt im 100. Halbzug zählte noch.
- Vor der Änderung wurden 62 von 128 Stellungen umgesetzt, danach 101.
- Paarweise: beide 54, nur vorher 8, nur nachher 47, keiner 19. Der exakte zweiseitige Vorzeichentest über die 55 ungleichen Paare ergibt p ≈ 8 · 10⁻⁸.
- Gegenkontrolle: In 320 Stellungen außerhalb der Klasse (KDK, KTK, KSSK, KLLK mit gleich- und mit verschiedenfarbigen Läufern) blieben Zug und Bewertung gleich.
Das war ein lokaler Endspieltest, keine Messung der Spielstärke. Er gilt gegen diese Verteidigung, nicht gegen jede mögliche. Eine unabhängige Nachrechnung bestätigte alle Zahlen, lehnte den Test aber aus formalen Gründen ab, weil die Binaries erst nach der Messung an Hashes gebunden waren; die Abnahme löste das mit einem bitgleichen Neubau aus vorab festgelegten Quellen. Ob ein fester KLSK-Zuschlag dasselbe geleistet hätte, wurde nicht geprüft. In einem getrennten Test exakter Mattwerte erreichten beide Fassungen 40 Treffer in 256 Stellungen; einzelne Ausgaben unterschieden sich.
Der Nachweis, den das Orakel selbst ausführt, besteht aus 3 KLSK-Stellungen bei 50.000 Knoten, je in 3 Wiederholungen. Er scheiterte am Hauptzweig und bestand mit der Änderung.
Im Orakel
Das Orakel maß die Änderung mit einem Nichtverschlechterungstest: untere Schranke −5, obere Schranke 0 nElo Normiertes Elo: der Elo-Abstand geteilt durch die Streuung der Partieergebnisse, damit die SPRT-Schranken bei verschiedenen Bedenkzeiten dasselbe bedeuten., Fehlerraten 0,05. In der kurzen Stufe bei 8+0.08 Sekunden mit Buch A erreichte der Test seine obere Schranke nach 26.750 Partien, in der langen Stufe bei 40+0.4 Sekunden mit Buch B nach 9.818. Beide Stufen bestanden. Das Register führt den Lauf als Randfall mit einem behaupteten Gewinn von 0.
Beide vorab festgelegten Nichtverschlechterungstests bestanden unter den registrierten Bedingungen. Das stützt statistische Nichtunterlegenheit innerhalb der gewählten Marge von 5 nElo. Es garantiert keinen Höchstverlust und belegt keinen Gewinn.
Wie das geprüft wurde
Die Fakten stammen aus der Verfassung, dem Orakelregister, der Änderung auf dem Hauptzweig, der Abnahme des Nachweises und den 2 Studien der Selbstspielpartien. Für diesen Beitrag wurde der Code der Änderung gelesen, die Stellungen wurden mit python-chess geprüft und der Registereintrag T-0187 gelesen. Ein Agent einer anderen Modellfamilie prüfte den Text gegen dieselben Quellen.