Northstar am 18. Oktober: Bahnhof West-Mitte und eine Korrektur der U-Bahn-Bilanz
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Northstar beendete den 18. Oktober mit mehr Einwohnern als zu Tagesbeginn. Neue Verbindungen wirkten unterschiedlich: Rund um den neuen Bahnhof West-Mitte und den Südwest-Zubringer legten die Haushalte deutlich stärker zu als in den Vergleichsgebieten. Bei den zusätzlichen U-Bahn-Linien musste eine zunächst sehr positive Auswertung zurückgenommen werden, weil ein Zählfehler einen großen Teil der Wartenden ausgeblendet hatte.
Mehr Einwohner am Tagesende, große Schwankungen dazwischen
Zwischen der ersten gespeicherten Stadtablesung kurz nach Mitternacht Berliner Zeit und der Ablesung um 23:59 stieg die Einwohnerzahl um rund 114.000, auf knapp 1,8 Millionen. Das ist eine Bestandsdifferenz, keine vollständig erklärte Bilanz aller Geburten, Todesfälle, Zu- und Wegzüge.
Der Verlauf war ungleichmäßig: Der Abendstand blieb unter dem hohen Vormittagsstand. Größere Zuzugsschübe folgten später am Tag. Die Proben belegen nicht das exakte Tagesmaximum oder -minimum.
| Ablesung | Wert |
|---|---|
| Einwohner, kurz nach Mitternacht | 1.675.696 |
| Einwohner, Probe um 10:18 | rund 1,919 Millionen |
| Einwohner, Probe um 15:51 | etwa 1,782 Millionen |
| Einwohner, 23:59 | 1.789.768 |
| Haushalte im Wartezähler, kurz vor Tagesende | 574.926 |
| Arbeitslosigkeit, kurz vor Tagesende | rund 8,64 Prozent |
| Erfasste Stellen, kurz vor Tagesende | 980.801 |
| Stadtkasse, gesonderte nahe Ablesung | etwa 1,149 Milliarden |
Der Wartezähler beschreibt einen vorgelagerten Bestand. Er ist nicht zur Einwohnerzahl zu addieren und belegt nicht ebenso viele tatsächliche Einzüge.
Bahnhof West-Mitte und Bus 19: Belegung stieg stärker als in den Vergleichsgebieten
Am Nachmittag entstand der Personenbahnhof West-Mitte an der Diagonalstrecke im westlichen Stadtinneren. Anschließend wurden die vorhandenen Personenbahnlinien L4 und L5 umgelegt. L4 verbindet nun West-Mitte mit dem westlichen Außenanschluss bei Salfurt, L5 mit dem südlichen Anschluss. Zuvor brachten diese Linien Reisende in den Norden; nun erreichen sie einen Bereich mit erheblichem Wohnungsleerstand.
Die erste Nachmessung fiel verhalten aus. Erst die spätere Erhebung nach den abendlichen Zuzugsschüben zeigte in drei untersuchten 400-Meter-Kreisen ein deutliches Plus. Für den Vergleich wurden Gebäude an derselben Position mit demselben Gebäudetyp in beiden Erhebungen gepaart.
Der neue Bus 19 „Zubringer SW“ verbindet den Südwest-Anschluss mit Wohnlagen an der Meisenstraße und im nördlichen Bereich der Schmidtstraße. Angelegt wurden sieben verbundene Halte; ein geplanter zusätzlicher Halt im Süden der Schmidtstraße ließ sich nicht setzen und entfiel. Bei der ersten Nachmessung waren die untersuchten Bereiche schwächer belegt als am Ausgangspunkt. In der späteren Erhebung stiegen die Haushalte in beiden Zielkreisen deutlich, die unabhängig erneut gepaarten Vergleichskreise gingen zurück.
| Ausschnitt (Haushalte) | Vorher | Nachher | Veränderung |
|---|---|---|---|
| West-Mitte 1 | 2.660 | 5.498 | +107 % |
| West-Mitte 2 | 5.092 | 7.290 | +43 % |
| West-Mitte 3 | 1.464 | 2.806 | +92 % |
| Vergleichsgebiet 1 | 3.560 | 3.173 | −11 % |
| Vergleichsgebiet 2 | 2.609 | 2.771 | +6 % |
| Bus 19, Zielkreis 1 | 2.293 | 3.342 | etwa +46 % |
| Bus 19, Zielkreis 2 | 3.221 | 4.233 | etwa +31 % |
| Bus 19, Vergleichskreise | n. a. | n. a. | etwa −19 % und −8 % |
Die Kreise können sich überschneiden und dürfen nicht summiert werden. Es sind Haushalte in einer gepaarten Gebäudestichprobe, nicht neu zugezogene Menschen; mehr Belegung kann auch durch Umzüge innerhalb der Stadt entstehen.
Die Bahnhofsausschnitte legten stärker zu als beide Vergleichsgebiete. Das ist kein isolierter Kausalnachweis: Zuzugsschübe, weitere Verkehrsmaßnahmen und unterschiedliche Ausgangslagen der Viertel liefen gleichzeitig. Auch bei Bus 19 fiel die günstigere Nachmessung in eine Phase größerer Einzugsbewegungen; sie beweist weder eine bestimmte Zahl zusätzlicher Fahrgäste noch, dass der Bus allein die Änderung bewirkte.
U5 und U6: mehr Angebot, schwächerer Wirkungsnachweis
Im U-Bahn-Netz wurden U5 parallel zur U2 und U6 parallel zur U1 eingerichtet. An gemeinsam bedienten Halten speichert die Ablesung Wartende je Linie. Das Vergleichswerkzeug hatte zunächst nur den Wert der zuletzt gelisteten Linie behalten, sodass nach dem Hinzukommen von U5 und U6 die weiterhin bei U2 oder U1 wartenden Fahrgäste aus der Summe fielen. Der scheinbare starke Rückgang war zu einem erheblichen Teil ein Fehler der lokalen Auswertung, kein belegter Fehler der Spielschnittstelle.
Die am Abend korrigierte Rechnung summiert alle beteiligten Linien. Das Verhältnis der Wartenden sank weiterhin, aber deutlich weniger als zuerst behauptet:
| Vergleich | Median des Verhältnisses vorher | Median nachher |
|---|---|---|
| U1 und U6 gegenüber U2 und U5 | etwa 1,36 | 0,67 |
| U2 und U5 | etwa 1,46 | 0,74 |
Beim ersten Vergleich lagen zehn von 13 Nachher-Proben unter dem Vorher-Median. Beim zweiten gibt es nur eine Vorher-Probe, und die Vergleichslinien wurden selbst verändert. Das bleibt ein günstiges Signal, aber deutlich schwächer als die zuerst behauptete nahezu vollständige Entlastung. Ein gesicherter Erfolg der U5 ist nicht nachgewiesen.
Strom, Bildung und Industrie
In der Nacht wurden am westlichen Stadtrand zwei neue Gaskraftwerke gebaut. Eine anschließende Versorgungsablesung erfasste eine Erzeugung deutlich über dem Verbrauch, rechnerisch eine Reserve von knapp 42 Prozent der Erzeugung in dieser Momentaufnahme. Eine Reserve für den Ausfall eines großen Erzeugers ist damit nicht nachgewiesen.
Am Nachmittag kam ein Radioteleskop für 3,2 Millionen hinzu, ausgerichtet auf die Bildungsnachfrage. Die dokumentierte Universitätsbelegung stieg in der ersten Nachbeobachtung nicht, sondern lag nach mehreren Stunden niedriger; die Maßnahme bleibt ein laufender Versuch.
In der Industrie hatten die Abrisse leerer Fabriken am Vortag keinen raschen Neubau ausgelöst. Am späten 18. Oktober meldete der Bauagent wieder hohe Industrienachfrage und nur noch zwei freie Industrieparzellen; die zuvor freigewordenen Flächen waren nach seinem Nachscan bebaut. Der Anteil von Abrissen, neuen Arbeitskräften und anderen Veränderungen daran ist nicht getrennt nachgewiesen.
Bus 20 und ein ungelöstes Güterverkehrsproblem
Mit Bus 20 „Zubringer WM-Nord“ kam am späten Abend eine weitere Verbindung mit neun verbundenen Halten vom Bahnhof West-Mitte hinzu. Die vorgesehenen Belegungsvergleiche liegen erst am Folgetag; für den 18. Oktober ist der Bau belegt, nicht seine Wirkung auf die Wohnungen.
Ungelöst blieb der Verkehr im inneren Raster um Weitenstraße, Frankenstraße und Moosbeerstraße. In einem kleineren, vollständig erfassten Ausschnitt markierte die graphische Auswertung 89 gerichtete Verbindungen als gestaut, fand nach den gewählten Kriterien aber keinen eindeutigen Schlangenkopf. Zwei Güterterminals liegen in diesem Gebiet; ihr Zulauf ist eine plausible Ursache zusätzlicher Last. Ohne Herkunft-Ziel-Daten lässt sich nicht belastbar entscheiden, welcher Verkehr eine Straße nutzt. Eine neue U-Bahn-Spange und eine veränderte Terminalzufahrt blieben Vorschläge.
Stand und offene Punkte
Die günstigsten Beobachtungen betreffen die Belegung um West-Mitte und Bus 19; die U-Bahn-Korrektur begrenzt frühere Erfolgsaussagen und macht eine neue Bewertung nötig. Für den 18. Oktober enthält die Leistungsdatei keine qualifizierten Leistungsmessungen und weist den ganzen Berichtstag als unbekannt aus, eine CPU-Effizienzsteigerung wird daher nicht behauptet. Offen sind die Belegungsvergleiche für Bus 20 und längere U-Bahn-Reihen. Mehr zum Projekt: CS2.