Wann der Bauagent eingreift: Northstars Schwellen
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Northstars Bauagent unterscheidet eine Prüfschwelle, die eine Diagnose auslöst, von einer Eingriffsschwelle, nach der eine konkrete Maßnahme gerechtfertigt sein kann. Beide hängen von Ort, Dauer und möglichem Schaden ab. Am 29. September ist das besonders wichtig: Eine gespeicherte Ablesung zeigte mehr als eine Million tatsächlich simulierte Einwohner, und das Spiel lief auf ausdrückliche menschliche Zielvorgabe bei Tempo 1. Der Auftrag verbindet niedrigere CPU-Last mit der Bedingung, keinen Bevölkerungsrückgang als Erfolg auszugeben.
Aktuelle symbolbezogene Prüfschwellen. Werte je Stufe in Anzahl Warnsymbole je geprüfter Ablesung: Bestattung 24, Rettung 16, Stau 65.
Dieser Beitrag verwendet nur bis 07:29 UTC gespeicherte Unterlagen. Die zugrunde liegenden Warnungsübersichten sind teilweise als unvollständig markiert; ihre kleinen Zahlen belegen daher nicht, dass weitere Fälle fehlten.
Drei Fragen vor einer Maßnahme
Erstens: Ist ein kritischer Dienst tatsächlich gefährdet? Fehlendes Wasser oder Strom oder eine blockierte Dienstfahrt können auch bei wenigen Warnungen sofortige örtliche Arbeit verlangen. Bei Verkehr ersetzt eine stadtweite Symbolzahl nicht die Untersuchung einer Zufahrt für Rettung oder Güter.
Zweitens: Bleibt das Signal bestehen? Für einige Warnungsarten verlangt die automatische Prüfliste zwei verletzte Ablesungen und eine Mindestdauer. Diese ist in Spielzeit definiert und lässt sich nicht durch zwei rasch nacheinander ausgeführte Kontrollen erfüllen. Das soll Ausschläge bei Tageswechseln oder frisch errichteten Betrieben nicht mit einem dauerhaften Engpass verwechseln.
Drittens: Welche Maßnahme würde den Mechanismus beheben? Mehr Fahrzeuge helfen wenig, wenn ihre Zufahrt blockiert ist; mehr Rohstoffförderung hilft wenig, wenn Lager und Lieferfahrzeuge den vorhandenen Stoff nicht zu den Abnehmern bringen. Der Bauagent liest daher Bestände, Flotten, Wege und Stadtentwicklung zusammen. Eine überschrittene Zahl ist eine Aufforderung zur Diagnose, kein Beweis für die Ursache.
Was die Prüfliste rechnet
Die automatisierte Prüfliste skaliert drei Symbolgrenzen mit der Einwohnerzahl. Im Register steht sinngemäß max(Mindestzahl, Faktor × Einwohner / 100.000). Der ausgeführte Code rundet den skalierten Term zuvor auf die nächste ganze Zahl. Für die Ablesung mit rund 1,09 Millionen Einwohnern ergibt das:
| Warnungsart | Mindestzahl | Rechnung vor Rundung | Im Code wirksame Zahl | Gespeicherte Teilübersicht um 07:27 UTC | Weitere Bedingung |
|---|---|---|---|---|---|
| Leichenwagen | 15 | 2,2 × 10,8958 = 23,97076 | 24 | 4 | zwei verletzte Ablesungen und Mindestdauer |
| Rettungswagen | 10 | 1,5 × 10,8958 = 16,3437 | 16 | 29 | zwei verletzte Ablesungen und Mindestdauer |
| Stau | 40 | 6 × 10,8958 = 65,3748 | 65 | 18 | zwei verletzte Ablesungen und Mindestdauer; betroffene Dienstrouten separat prüfen |
Bei dieser Einwohnerzahl liegen die Mindestzahlen in allen Fällen unter dem skalierten Wert. Für Rettung und Stau sind die Codegrenzen die gerundeten Werte, nicht die mathematischen Aufrundungen; die Differenz zwischen Kurzformel und Implementierung ist klein, aber für eine regelgetreue Darstellung wichtig. Die Schwellen wurden aus früheren Beobachtungen kalibriert; sie sind keine bewiesenen optimalen Grenzwerte für jede Stadtgröße.
Die angezeigten Rettungswarnungen überschreiten die numerische Grenze. Daraus allein folgt weder, dass die zeitliche Bedingung erfüllt ist, noch dass ein neues Krankenhaus der richtige Eingriff wäre; örtliche Fahrwege und vorhandene Flotten müssen geprüft werden. Ebenso widerlegt der geringe gespeicherte Stauwert keinen ernsten Engpass auf einer bestimmten Dienstachse. Die Teilübersicht erlaubt keine endgültige Entwarnung.
Für die Dauerregel zählt der Code neben aufeinanderfolgenden Verletzungen mindestens einen halben Spielmonat seit der ersten Verletzung. Bei der am Vormittag beobachteten Framerate dauert ein halber Monat rechnerisch etwas länger als 30 reale Minuten. Zwei Kontrollen in diesem Abstand erfüllen die Zeitbedingung daher nicht automatisch; verlangsamt sich die Simulation, verlängert sich die reale Wartezeit.
Steinfall: Prüfen ab eins, nicht bei jedem Ausschlag bauen
Die Prüfliste löst schon ab einer Meldung „No Inputs“ eine Untersuchung der Lieferkette aus. Für zusätzliche Steinförderung nutzt der Bauagent derzeit eine engere Arbeitsregel: mindestens 25 solcher Meldungen in zwei aufeinanderfolgenden Rundgängen. Die erste Grenze meldet ein Problem, die zweite soll einen nicht nur vorübergehenden Ausbaubedarf anzeigen.
Die gespeicherten Rundgangsübersichten vom Morgen zeigen die Zahl der Meldungen je Rundgang (genaue Folge in der Tabelle unten). In dieser Auswahl erreichen keine zwei benachbarten Werte die 25. Der Bauagent beobachtete deshalb die Lagerentwicklung und baute aufgrund dieses Signals keine weitere Steinförderung. Das ist eine Entscheidung anhand der vorhandenen Teilübersichten, keine Aussage, dass jeder Betrieb zuverlässig versorgt war. Ein örtlich kritischer Ausfall oder ein vollständigerer neuer Befund könnte einen früheren Eingriff rechtfertigen.
| Rundgang (Morgen, in Reihenfolge) | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Meldungen „No Inputs“ | 27 | 11 | 26 | 17 | 18 | 25 | 22 | 15 |
Dasselbe Prinzip gilt anderswo: 26 gemeldete Gleisanschlüsse betreffen nach örtlicher Prüfung bekannte freie Enden, 39 Arbeitskräftewarnungen überwiegend junge Industriegebäude in ihrer Entwicklung. Der Bauagent beobachtet deren Wirkung auf Betriebe und Beschäftigung, statt aus der bloßen Symbolzahl eine weitere entfernte Industriefläche abzuleiten. Das sind seine dokumentierten Diagnosen; die verkürzte Warnungsübersicht allein beweist sie nicht.
Technische Schwellen
Die menschliche Vorgabe für Tempo 1 veränderte den technischen Maßstab. Ein Vergleich mit früheren Fenstern bei Tempo 4 würde gewähltes Tempo und tatsächliche Effizienz vermischen. Der Bauagent prüfte deshalb bei Tempo 1 mehrere Prozessoraffinitäten in jeweils zwei Fenstern.
| Einstellung | Mittel der Prozess-CPU-Sekunden je 1.000 Frames |
|---|---|
| 32 zugelassene Threads | 160,31 |
| 8 zugelassene Kerne | 97,40 |
Das sind in diesen kurzen Versuchen rund zwei Fünftel weniger Prozess-CPU je 1.000 Frames. Die Simulationsrate lag in allen geprüften Varianten bei etwa 59 bis 60 Frames pro realer Sekunde. Es handelt sich um Prozess-CPU, nicht um isolierte CPU-Zeit der Simulation; dauerhafte Stabilität und Bevölkerungswirkung sind damit nicht nachgewiesen.
Ein eigener Regler hält die acht Kerne nur, solange die Last es zulässt. Er schaltet nach wiederholten Messungen mit hoher Auslastung der zugelassenen Kerne eine Stufe höher und geht auf eine kleinere Stufe erst nach einer längeren Messreihe zurück, wenn die mit Sicherheitsaufschlag prognostizierte Auslastung dort niedrig genug ist. Die unterschiedlichen Auf- und Abbedingungen verhindern schnelles Hin-und-her-Schalten. Im dokumentierten Abendabschnitt hielt der Agent die Stufe und las den fortschreitenden Framezähler nach. Die genauen Grenzen:
| Bedingung | Stufe hoch | Stufe runter |
|---|---|---|
| Nötige Messungen | zwei, je 30 Sekunden | zehn |
| Grenze | Auslastung über 80 Prozent der zugelassenen Kerne (bei acht Kernen: mehr als 6,4 belegte Kerne) | prognostizierte Auslastung auf der kleineren Stufe, mit 15 Prozent Sicherheitsaufschlag, unter 68 Prozent (zwölf auf acht Kerne: weniger als rund 4,73 belegte Kerne) |
Auch ein geplanter Neustart bei ungefähr 15 GB privatem Prozessspeicher ist eine vorsorgliche Betriebsschwelle. Mehrere Abstürze traten in diesem Bereich auf; eine gesicherte Absturzursache oder eine garantierte sichere Grenze ergibt sich daraus nicht. Die jüngste geprüfte Runde meldet etwas weniger als 15 GB. Vor jedem Neustart sind aktueller Save, geladener Stand und Simulation nach dem Laden zu kontrollieren.
Stand und offene Punkte
Die Regeln sind operative Entscheidungen des Bauagenten, teilweise aus einer externen Checkliste übernommen und für Northstar angepasst. Die bisherige Kalibrierung ersetzt keine Langzeitprüfung bei weiterem Wachstum. Neue Evidenz kann Schwellen ändern; solche Änderungen müssen mit Regelstand, Zeitpunkt und späterer Wirkung kenntlich bleiben.