Ein Converter, der bestehende Strick- und Häkelanleitungen in interaktive e-Patterns überführt: Schritte, Größen und Wiederholungen strukturiert erfasst, jede übernommene Anweisung mit ihrer Stelle im Original verbunden. Sprachmodelle interpretieren das Dokument; ein kleiner deterministischer Kern prüft, was sie vorschlagen.
Jeder Kandidat, den ein Modell erzeugt, gilt als möglicherweise falsche Interpretation, bis ein deterministischer Kern ihn geprüft hat
Richtige Maschenzahlen allein beweisen keine richtige Anleitung; Dokumenttreue, Bedeutung, Ausführbarkeit und Darstellung werden getrennt bewertet
Entwickelt am Bestand einer Autorin; Zuverlässigkeit über Autoren oder Layouts hinweg wird nicht behauptet
Was wir bauen
Wir entwickeln einen Converter, der bestehende Strick- und Häkelanleitungen in interaktive e-Patterns überführt. Er soll Arbeitsschritte, Größen und Wiederholungen strukturiert erfassen, bestimmte Widersprüche erkennen und jede übernommene Anweisung mit ihrer Originalquelle verbinden. Schrittweise erforschen wir außerdem die maschengenaue Ausführung und daraus abgeleitete Visualisierungen. Das Projekt befindet sich in der Forschung und Entwicklung. Hier berichten wir über Fortschritte, Experimente und noch offene Herausforderungen.
Crazypatterns, ein Marktplatz für Strick- und Häkelanleitungen, ist wie dieses Labor ein Projekt der SIA "AISYS". Eingaben sind PDFs, Textanleitungen und dafür freigegebene Blogbeiträge. Die Originale können Fließtext, Tabellen, mehrere Größen, Abkürzungen, Bilder, Strick- oder Häkelschriften und Montagehinweise enthalten. Daraus soll der Converter ein zusammenhängendes Anleitungsprogramm erzeugen, dessen Schritte sich ausführen, verfolgen und prüfen lassen.
Was ein e-Pattern enthält
Materialien, Werkzeuge, Maße und vorhandene Angaben zur Maschenprobe.
Technik, Sprache, Abkürzungen und ausdrücklich verwendete Konventionen.
Größenvarianten und zulässige Nutzerparameter.
Geordnete Arbeitsschritte, Reihen, Runden und Wiederholungen.
Einzelne Komponenten sowie ihre Verbindung und Montage.
Anfangs-, Abschluss-, Füllungs- und Vernähschritte.
Quellenbezüge, über die sich übernommene Angaben im Original wiederfinden lassen.
Diagnosen zu Widersprüchen, fehlenden Informationen und nicht unterstützten Techniken.
Eine interaktive Darstellung für die spätere Nutzung.
Die vollständige Handlung ist entscheidend. Ein System könnte das Häkeln eines Körpers erfassen und anschließend Füllung, Annähen der Einzelteile oder Vernähen der Fäden übergehen. Eine solche Konvertierung ist nicht vollständig.
Wem es nützen soll
Nutzer sollen eine Anleitung Schritt für Schritt bearbeiten, eine Größe wählen und ihren Fortschritt speichern können. Wiederholungen und der aktuelle Arbeitsschritt sollen verständlich dargestellt werden, die entsprechende Originalstelle soll einen Schritt entfernt sein.
Autoren sollen Hinweise auf bestimmte Probleme erhalten: widersprüchliche Maschenzahlen, fehlende Definitionen, unvollständige Verweise. Für Crazypatterns könnte daraus eine interaktive Nutzung des vorhandenen Anleitungskatalogs entstehen.
Weniger Verständnisfragen, geringere Abbruchraten, wirtschaftliche Konvertierung und eine attraktivere Nutzungserfahrung sind zu untersuchende Hypothesen. Dazu liegen noch keine belastbaren Zahlen vor.
Maschengenaue Ausführung und 2D-Darstellung. Einzelne Operationen werden mit ihren Zielmaschen, entstehenden Maschen, Arbeitsrichtungen und Zustandsänderungen ausgeführt. Eine Darstellung soll aus genau diesen geprüften Abläufen entstehen, nicht unabhängig davon gezeichnet werden.
3D und physikalische Form. Eine strukturelle Vorschau und eine realistische Vorhersage des fertigen Werkstücks sind unterschiedliche Aufgaben. Die physikalische Vorhersage benötigt zusätzliche Informationen zu Garn, Spannung, Maschenprobe, Material und Verarbeitung.
Die dritte Stufe ist eine weiterführende Forschungsrichtung. Eine fertige, realistische 3D-Simulation gibt es nicht. Auch eine ansprechend gezeichnete 2D- oder 3D-Ansicht beweist keine richtige Interpretation des Originals.
Wie die Konvertierung ablaufen soll
Die bevorzugte Richtung kombiniert KI mit einem kleinen deterministischen Ausführungskern. Sprach- und Bildmodelle interpretieren das Dokument und erzeugen strukturierte Programmkandidaten. Jeder Kandidat ist zunächst eine möglicherweise fehlerhafte Interpretation.
Ein deterministischer Kern führt definierte Operationen nach festen Regeln aus. Er prüft zum Beispiel, ob Zielmaschen existieren, ob Wiederholungen ausführbar sind, ob Zustandsübergänge zulässig bleiben und ob berechnete Maschenzahlen zu den ausdrücklich angegebenen Zahlen passen.
Original unverändert erfassen und versionieren.
Text, Layout, Bilder und andere Dokumentbestandteile aufnehmen.
Ein Quelleninventar erstellen, damit ausgelassene Inhalte erkennbar werden.
Struktur, Referenzen, Vollständigkeit und unterstützte textile Operationen prüfen.
Einen nachvollziehbaren Ergebnisstatus mit Diagnosen vergeben.
Reader und spätere Visualisierungen aus derselben strukturierten Grundlage versorgen.
Diese Architektur ist die bevorzugte Forschungshypothese, kein bewiesener Sieger. Untersucht werden auch direkte KI-Erzeugung unter denselben Prüfbedingungen sowie die Verarbeitung kontrollierter Notationen und Charts. Gelernte Parser, autorenspezifische Vorlagen und ähnliche Verfahren kommen später infrage, wenn ein geeigneter, geprüfter Datenbestand vorliegt.
Für Code und Architektur gilt eine Regel: größtmögliche Einfachheit und Lesbarkeit, Minimalismus im gesamten Code und in der Architektur. Gemeint ist die kleinste verständliche Lösung, die die tatsächlichen Anforderungen erfüllt. Unnötige Frameworks, Abstraktionen und parallele Datenmodelle werden vermieden. Anforderungen wegzulassen zählt nicht als Vereinfachung.
Was "möglichst vollautomatisch" bedeutet
Einen Betrieb ohne routinemäßige manuelle Bearbeitung jedes Ergebnisses. Dafür muss das System selbst melden können, dass eine Anleitung unklar, widersprüchlich, unvollständig oder außerhalb des unterstützten Umfangs liegt. Eine automatische Freigabe soll auf belegter Qualität für klar benannte Anwendungsbereiche beruhen. Vorgesehene Ergebnisarten sind:
Innerhalb des benannten Prüfumfangs erfolgreich verarbeitet.
Als Reader nutzbar, aber noch nicht maschengenau ausgeführt.
Unvollständig extrahiert.
Fehlende Definition oder Legende.
Mehrdeutige Interpretation.
Widerspruch zwischen Quellenangaben und berechnetem Ablauf.
Nicht unterstützte Operation.
Kein gültiger Kandidat gefunden.
Ein offener Nutzerparameter kann korrekt sein: "Bis zur gewünschten Länge wiederholen" ist nicht automatisch ein Fehler. Eine fehlende Definition darf dagegen nicht als freie Nutzerentscheidung umgedeutet werden. Das Original wird nie stillschweigend repariert. Angegebene und berechnete Zahlen bleiben getrennt erhalten. Ein erkannter Konflikt ist ein Befund unter dokumentierten Annahmen, nicht automatisch ein bewiesener Autorenfehler.
Warum richtige Zahlen nicht reichen
Mehrere verschiedene Maschenfolgen können dieselbe Maschenzahl erzeugen. Eine Zunahme an der falschen Stelle kann zahlenmäßig korrekt sein und trotzdem die Struktur verändern. Rechte und linke Maschen haben dieselbe Bilanz. Beim Häkeln ändert ein anderer Einstichpunkt die Bedeutung, ohne die Anzahl zu verändern.
Auch folgende Abkürzungen zur Qualitätsbewertung reichen nicht aus:
Ein formal gültiges Datenformat beweist kein korrektes Textverständnis.
Ein vorhandenes Quellenzitat beweist nicht die richtige Interpretation.
Eine plausible Visualisierung beweist keine richtige Herstellung.
Erfolgreiche Texterkennung beweist keine erfolgreiche Konvertierung.
Deshalb werden Dokumenttreue, Bedeutungstreue, strukturelle Ausführbarkeit, geometrische Darstellung und physikalische Vorhersage getrennt bewertet.
Entwicklungsstand, 10. September 2026
Die Arbeit hat die reine Vorstudie verlassen und umfasst konkrete Implementierung. Die erste Phase untersuchte vorhandene Ansätze, mathematische Modelle, mögliche Architekturen und Prüfmethoden, mit begrenzten synthetischen Experimenten und Gegenbeispielen. Anschließend begann die Entwicklung an einem von Crazypatterns bereitgestellten Bestand.
Kennzeichnungen in aufsteigender Reihenfolge: geplant; Prototyp vorhanden; synthetisch geprüft; an realem Entwicklungsfall erprobt; unabhängig abgenommen. Die letzte Stufe hat noch nichts erreicht.
Baustein
Stand
Lokale Quellenaufnahme und native PDF-Extraktion
Umgesetzt und am Bestand durchgeführt; Originalarchive auf Unverändertheit geprüft
Strukturiertes Anleitungsformat
Prototyp vorhanden
Browser-Reader
Prototyp vorhanden; Funktionen und Zustände teilweise mit automatisierten Prüfungen untersucht; eine vollständig abgenommene Browser- und Konvertierungsstrecke für den Gesamtumfang ist noch nicht belegt
Textiler Ausführungskern für begrenzte Strick- und Spiralhäkelabläufe
Implementiert; adressierte Operationen, Zielbeziehungen, Zustandsänderungen und definierte Abschlussabläufe; synthetische vollständige Beispiele und gezielte Gegenfälle geprüft
Verbindung zwischen Anleitungsprogramm und Stichkern
Begonnen und geprüft; eine Statuslücke korrigiert: ein mechanisch vollständig ausgeführter Textteil darf bekannte ungelöste Bildinhalte nicht als erledigt erscheinen lassen
Interaktive 2D-Ansicht
Konkreter Entwurf vorhanden, mit Operationsknoten, Zielmaschen, Arbeitsfolge und Quellenbezügen; Umsetzung und Abnahme nicht belegt
Vollständige semantische Prüfung eines realen Entwicklungsfalls
Noch nicht erfolgreich abgeschlossen; der jüngste sichtbare Versuch scheiterte an einem ungültigen Quellenverweis in einer Modellantwort und wurde als Gesamtergebnis verworfen
3D und physikalische Form
Weiterführende Forschungsrichtung
Datierte Befunde aus dieser Arbeit, einschließlich der dokumentierten Fehlerbeispiele, stehen in den Beiträgen unten.
Der Entwicklungsbestand
Entwickelt wird an der von Crazypatterns bereitgestellten Sammlung "patterns-1". Sie stammt von einer Autorin. Daraus lässt sich keine Zuverlässigkeit für andere Autoren, Schreibweisen oder Layouts ableiten.
Die mechanische Bestandsaufnahme, dokumentiert am 10. September 2026 (Quelle: data/epattern/inventory-2026-09-10.json im Repository der Seite):
Posten
Anzahl
ZIP-Archive
63
Enthaltene Dateivorkommen
268
Unterschiedliche Dateiinhalte
265, mit drei identischen Duplikatvorkommen
Unterschiedliche PDFs
182
Unterschiedliche Bilddateien
83
PDF-Seiten insgesamt
2.433
PDFs mit nativem Text auf jeder Seite
166
PDFs ohne native Wörter
16, zusammen 514 Seiten
Diese Zahlen beschreiben den aufgenommenen Bestand. Sie sind keine Anzahl erfolgreich konvertierter Anleitungen, und einzelne Dateien sind nicht automatisch unabhängige Designs oder Produktfamilien.
Die Bedeutungstreue unabhängig von bloßer Formatgültigkeit prüfen.
Größen, Wiederholungen, Definitionen und Abschlussbedingungen vollständig erhalten.
Charts, bildgetragene Handlungen, Montage und weitere Technikprofile ausbauen.
Maschengenaue Ausführung mit dem Reader und der 2D-Ansicht verbinden.
Die gesamte Verarbeitung im Browser und vom Original bis zum Ergebnis prüfen.
Entwicklungsdaten und zurückgehaltene Prüfdaten sauber trennen.
Später weitere Autoren und qualifizierte menschliche Fachprüfung einbeziehen.
Abdeckung, Fehler, Ablehnungen, Aufwand und Kosten anhand tatsächlicher Ergebnisse messen.
Ein Parser, der alle schwierigen Fälle ablehnt, erfüllt das Projektziel ebenso wenig wie ein Reader ohne automatische Konvertierung. Benannte Grenzen bleiben notwendig; häufige lösbare Lücken bleiben Entwicklungsaufgaben.
Was wir nicht behaupten
Keine universelle Fehlerfreiheit. Keine vollständige Automatik für jede Anleitung. Keinen fertig konvertierten Gesamtkatalog. Keine nachgewiesene Zuverlässigkeit über verschiedene Autoren hinweg. Keine realistische 3D-Formvorhersage. Keine bereits erreichten Geschäftsverbesserungen. Keine Marktführerschaft oder Einzigartigkeit. Es gibt derzeit keinen Veröffentlichungstermin, keine Produktpreise und keine belastbare allgemeine Konvertierungsquote.
Umgang mit Originalen
Originalanleitungen und unbereinigte Dokumentinhalte werden im Projekt lokal beziehungsweise über freigegebene LAN-Verarbeitung behandelt. Daraus folgt keine Freigabe, diese Inhalte hier zu veröffentlichen. Öffentliche Demonstrationen verwenden selbstverfasste synthetische Beispiele; echte Anleitungen brauchen eine passende Freigabe ihrer Autorin oder ihres Autors.