Richtige Zahlen, falsche Anleitung
Der e-Pattern Compiler überführt Strick- und Häkelanleitungen in Programme, deren Schritte sich ausführen und prüfen lassen. Dies sind die bis zum 10. September 2026 dokumentierten Befunde. Sie beschreiben Entwicklungsstände dieses Datums und sagen nichts über spätere Versionen.
Ein Anschlag, der wuchs
In synthetischen Konvertierungen wurde ein Anschlag als zwei Anfangsmaschen plus fünf beziehungsweise sieben weitere gelesen. Das Ergebnis waren sieben beziehungsweise neun Maschen, wo sechs beziehungsweise acht vorgesehen waren. Später in denselben Ausgaben wurden die Maschenzahlen korrekt wiedergegeben. Das beseitigte den früheren Fehler nicht: Ein Programm, das mit der falschen Maschenzahl beginnt, ist falsch, so richtig sich seine späteren Reihen auch lesen.
Wiederholungen erkannt, Bedingungen verloren
Andere Proben erkannten die Wiederholungen einer Anleitung grundsätzlich richtig. Aber die Endzahlen oder die Bedingungen, die eine Wiederholung beenden, gingen im aktiven Readertext verloren. Ein Reader, der "wiederholen" sagt, ohne zu sagen, bis wann, hat die Bedeutung verloren, obwohl nichts von dem, was er zeigt, falsch ist.
Ein realer Fall, nicht abgeschlossen
Die vollständige semantische Prüfung eines realen Entwicklungsfalls ist noch nicht erfolgreich abgeschlossen. Der jüngste sichtbare Versuch scheiterte an einem ungültigen Quellenverweis in einer Modellantwort. Das Gesamtergebnis wurde verworfen, nicht geflickt.
Was daraus folgt
Richtige Zahlen allein beweisen nichts. Mehrere Maschenfolgen erzeugen dieselbe Zahl; eine Zunahme an der falschen Stelle ist zahlenmäßig in Ordnung und strukturell falsch; rechte und linke Maschen haben dieselbe Bilanz; ein anderer Einstichpunkt beim Häkeln ändert die Bedeutung, nicht die Anzahl. Ebenso wenig beweist ein gültiges Datenformat Verständnis, ein Zitat die richtige Interpretation oder Übereinstimmung mehrerer Modelle Korrektheit.
Für das Projekt heißt das: Dokumenttreue, Bedeutungstreue, strukturelle Ausführbarkeit und Darstellung werden getrennt bewertet, und ein mechanisch vollständig ausgeführter Textteil darf bekannte ungelöste Inhalte nie als erledigt markieren. Die Statuslücke, die genau das erlaubte, wurde gefunden und korrigiert.
Die Beispiele oben sind eigenes synthetisches Material. Echte Anleitungen aus dem Entwicklungsbestand werden nicht veröffentlicht; wie mit Originalen umgegangen wird, steht auf der Projektseite.